Clickertraining braucht niemand?
Clickertraining hat einige sehr gute Effekte für das Zusammenleben mit deiner Samtpfote.
Es bietet eine geistige Herausforderung, die die Aktivität deiner Katze steigert, Fähigkeiten verbessert und einfach glücklich macht. Außerdem wird durch dein Training mit ihr ihre natürliche Neugierde befriedigt.
Dadurch, dass du beim Training nur gewünschtes Verhalten belohnst, wird dieses auch vermehrt gezeigt. Auch der Abbau von Stress und Ängsten wird durch einfaches Tricktraining gefördert, du tust also aktiv etwas für eine gesunde Frustrationstoleranz!
Ihr lernt euch durch genaue Beobachtung und richtige Markierung des gewünschten Verhaltens gegenseitig besser zu lesen. Die Katze lernt immer schneller, welches Verhalten du von ihr erwartest und eure Bindung wird immer weiter vertieft.
Kurz gesagt: Clickertraining ist eine tolle Möglichkeit, gemeinsam Spaß zu haben und zusammen zu wachsen.
Und wie starte ich jetzt ins Training?
Da jeder einen anderen Geschmack hat, müssen wir erstmal die beste Belohnung für deine Katze finden. Dazu nimmst du am Besten eine Auswahl an Leckerchen – z.B. Schlecksnacks (kalorienarm, da viel Feuchtigkeit), Knuspertaschen, Kaustangen, gefriergetrocknetes Fleisch, rohes oder auch gekochtes Fleisch (bitte kein rohes Schweinefleisch, hiervon kann dein Liebling krank werden) – und lege alles zur Verkostung vor deine Katze. Das, was zuerst weg ist, ist unsere Wahl.
Dann brauchen wir natürlich ein Markersignal, was der Katze anzeigt, dass sie genau jetzt was richtig macht. Am bekanntesten ist natürlich der namensgebende Clicker, den es in vielen verschiedenen Ausführungen gibt. Aber ihr braucht nicht erst losgehen und etwas kaufen: Schnalzgeräusche oder kurze Worte wie „Ja“ oder „gut“ funktionieren auch. Achtet nur darauf, dass ihr das Wort immer gleich aussprecht und nicht z.B. in die Länge zieht.
Marker konditionieren
Der Marker hat für die Katze erstmal keine Bedeutung, die müssen wir ihm geben.
Um den Marker zu konditionieren, also ihm seine Bedeutung zu verleihen, gibst du deiner Samtpfote das Leckerli gleichzeitig mit dem Clicken des Markers bzw. während du dein Markersignal sagst. Um eine optimale Konditionierung zu erreichen sollte die Belohnung nur ca. 0,5 Sekunden nach dem Signal erfolgen, zeitgleich passt also ganz gut.
Das machst du jetzt ca. 25-30mal, damit deine Katze wirklich versteht, dass dein Marker was tolles ist. Wiederhole es gerne für 2-3 Tage, um wirklich sicherzugehen, dass es funktioniert
Wir testen die Konditionierung
Du glaubst, du bist mit der Konditionierung des Markersignals fertig? Dann lass es uns testen:
Warte, bis die Katze nicht zu dir schaut und setze dein Markersignal ein. Schaut sie direkt zu dir oder kommt vielleicht direkt zu dir gesprintet? Sehr gut, die Konditionierung hat funktioniert! Sie hat sich eine Belohnung verdient.
Deine Katze ist zu beschäftigt mit was auch immer sie gerade tut und beachtet dich gar nicht? Auch kein Problem, versuche es zu einer anderen Zeit nochmal oder fang nochmal von Vorne an. Noch ist nichts verloren 😉
Wenn alles geklappt hat bleibt nur noch eins zu tun: ab ins Training mit euch und habt Spaß zusammen.
Nehmt euch gerne die Zeit, mir ein Feedback dazulassen 😉

