Ist deine Katze zu dick?!
Heute geht es hier um ein Thema, das gerne vermieden wird: Das Übergewicht unserer Haustiere.
Die meisten Katzen, die wir auf Social Media sehen, leiden daran. Und leiden ist wirklich das richtige Wort, denn Übergewicht kommt mit einigen Problemen daher:
– Verkürzung der Lebenserwartung
– Druck auf Gelenke deutlich verstärkt
– Entwicklung von Diabetes
– Potenzierung von Schmerz bei Vorerkrankungen (z.B. Arthrose)
Gerade bei ungesundem Futter in zu großer Menge, aber auch durch eine erhöhte Leckerligabe, vor allem beim Trainingsstart, besteht die Gefahr der Gewichtszunahme.
Wie können wir sehen, ob unsere Katze übergewichtig ist?
Es gibt natürlich diese Richtlinien wie „man muss die Rippen spüren“ oder die Schemazeichnungen beim Tierarzt. Hier kann allerdings das Fell stark täuschen oder wir schummeln uns das Ergebnis etwas zurecht, indem wir z.B. ein bisschen fester drücken, um die Rippen doch noch zu fühlen.
Es gibt allerdings auch eine Studie aus Japan. Die hat den BMI ermittelt und mit einem metabolischen Wert in Verbindung gestellt. Darin haben sie festgestellt, dass die übergewichtigen Katzen ein metabolisches Syndrom haben, also quasi eine starke Stoffwechselstörung, die lebensbedrohlich werden kann, was wir natürlich nicht wollen.
So wird der fBMI (feline BMI) bestimmt:
Zum Messen des BMI braucht ihr:
– eine Schnur
– ein Lineal
– eine Waage (Empfehlung: Kofferwaage)
– eine Transportbox (hier kommt die Kofferwaage dran)
– einen Taschenrechner
und natürlich eine Katze 😉
Zuerst bestimmen wir das Gewicht der Katze+Transportbox 3 mal und errechnen den Mittelwert. Das gleiche machen wir mit der Transportbox. Nun ziehen wir den Mittelwert der Box vom Mittelwert (Katze+Box) ab.
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etzt brauchen wir die Länge des Unterschenkels eurer Katze. Am einfachsten zu bestimmen ist diese, wenn sie gerade schläft. Wir messen hier den Abstand von der Kniescheibe zum Sprunggelenk. Diese Länge halte ich fest und messe sie mit dem Lineal nach.
Jetzt haben wir alle Werte, die wir brauchen. Als nächstes teilen wir das Gewicht (in Kilogramm) durch die Länge des Unterschenkels (in Metern) und erhalten so unseren fBMI.
Optimal ist ein Wert zwischen 24 – 32, Übergewicht ist von 33 – 37 und starkes Übergewicht liegt bei einem Wert >37. Untergewicht ist entsprechend bei einem Wert <24.
Wie können wir das ändern?
Generell sollten wir hochwertiges Nassfutter füttern. Je nach Tier ist es gerade am Anfang auch ratsam, die Portionen abzuwiegen.
Zum Training eignen sich besonders kalorienarme Snacks wie z.B. Schlecksnacks oder gekochte oder rohe Fleischstücke, falls es etwas besser handhabbar sein soll. Hühnchen ist z.B. bei meinen Fellteufeln sehr beliebt.
Ich wünsche euch viel Spaß beim Messen und freue mich darauf, in Zukunft mehr schlanke Katzen zu sehen!
Nehmt euch gerne die Zeit, mir ein Feedback dazulassen 😉
